Kap Arkona

Deutschlands Nordkap dort wo sich, mit einer 40 Meter hohen Kreidesteilküste, die Insel Rügen aus der Ostsee erhbebt – gekrönt mit einem mächtigen Leuchtturm – nur knap 20 Meter von der Hochuferkante entfernt befindet sich, angeschlossen an das Künstlerhaus am Kap Arkona, das Atelier Donnerkeil.

Hier am Kap Arkona wo die Ostsee gegen Kreidefelsen brandet, wo schon die alten Slaven ihre heiligste Kultstätte die Jaromasburg errichteten, um dort im Tempel ihren wichtigsten Gott, den vierköpfigen Svantevit zu ehren, liegt Energie in der Luft. Man kann sie fühlen, bei Sturm fast greifen, kann die Kraft des Meeres hören, sehen, riechen und schmecken.

Wer an´s Kap Arkona kommt wird von dieser Kraft durchdrungen, nimmt Energie auf, fühlt sich leichter, lebendiger und wird von Tatendrang erfasst. – Ein guter Platz um Kreativ zu sein!

Der See(h)vogel.<br />
Großskulptur in Pappelholz. Gehauen von Matzi Müller, auf Kap Arkona.

Kap Arkona / Gellort

Der “Gellort” am Kap Arkona, ist der nördlichste Punkt der Insel Rügen und der nordöstlichste Deutschlands.
Hier kann man mit etwas Glück und wenn man früh aufsteht, die Könige der Lüfte über Rügen, Seeadler in freier Wildbahn sehen. Unten auf im Wasser liegenden großen Steinen, welche die letzte Eiszeit zurück lies, sitzen sie dann. Außerhalb der Brutzeit habe ich schon mehrer gleichzeitig beobachten können.
Allerdings ist es nicht leicht sich, unbemerkt von gleich mehreren extrem scharfsichtigen Adleraugenpaaren, heran zu schliechen. Scheue Tiere sind sie, gegenüber uns Menschen, und ihre Fluchtdistanz uns gegenüber ist groß geblieben. Diese herrlichen Vögel kann man auf Rügen, wenn man des öfteren den Blick über den Himmel schweifen läßt, immer wieder mal zu sehen bekommen. Mehr als zwanzig Brutpaare ziehen hier in ihren Horsten Nachwuch auf.

Diesen wundervollen Geschöpfen der Natur zu gedenken habe ich vor Jahren ein Denkmal aus einem Eschenbaum geschlagen, und am Gellort aufbauen lassen. Einst vom Förderverein Kap Arkona und der Gemeinde Putgarten gefördert und unterstützt, ist diese Skulptur ein beliebtes, hunderttausendfach fotografiertes Fotobjekt geworden.

Mögen diese einzigartigen Tiere weiterhin auf Rügen leben können, und von unserer Uneinsichtigkiet, unserem egoistischen Treiben auf der Erde verschont bleiben.

Seeadler am Gellort. Großskulptur in Eschenholz. Gehauen von Matzi MÜLLER, auf Kap Arkona.

Kap Arkona.

Die Leuchttürme auf Kap Arkona.
Die beiden Türme, hier in der Frühlingsabendsonne, von der Landseite her gesehen.

Die

Kreideküste auf Rügen.

Frühling an Rügens Kreidesteilküste.
An dieser Stelle befand sich einst die bekannteste Kreidefelsenformation der Insel Rügen, die Wissower Klinken. Angeblich soll diese schon Kaspar David Friedrich als Vorlage zu seinem wohl bekanntesten Gemälde “Kreidefelsen auf Rügen” gedient haben. Am 24 Februar 2005 stürzte diese bizarre Kreidefelsenformation mit einem Schlag in die Ostsee und hinterleis ein großes Loch im Steilufer. Doch die kreativen Kräfte der Natur wirken beständig weiter, und so hat sich im Laufe der vergangenen Jahre bereits eine neue markante Kreideformation heraus gebildet. Ein herrlicher und ergreifender Anblick wie ich finde, und ganz besonders an einem schönen ruhigen und sonnigen Frühlingstag.

Die Wissower Klinken auf der Insel Rügen.

Kreideküste auf Rügen.

Abbruchstelle an der Kreidesteilküste.
Wenn sich ein großes Stück Kreidefelsen löst und abbricht, zerbersten selbst mächtige Baumstämme wie Streichhölzer. An dieser Stelle stürzten innerhalb von Sekunden mehr als 20000 Tonnen Kreide, Ton und Mergel auf den Strand und in die Ostsee.

Kreidefelsenabbruch auf der Insel Rügen.

Kreideküste auf Rügen.

Die Milchsee.
Wenn sich nach einem Kreidefelsenabbruch die Kreide in der Ostsee auflöst, färbt sich das Wasser, oft über mehrere Monate lang, weiß wie Milch. Dieses Foto machte ich herab von der “Ernst Moritz Arndt – Ansicht”, nahe der Wissower Klinken.

Die Milchsee, nach einem Kreidefelsenabbruch, auf der Insel Rügen.

Kap Arkona im Herbst

Herbst am Kap Arkona.
Diese Aufnahme ziegt das eigentliche Kap Arkona mit seiner gut 40 Meter hohen Abrisskante. Die Abrisskante des Kreidehochufers befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Jaromasburg, dem höchsten Heiligtum der alten Slavischen Kultur. Die oben auf dem Foto zu sehende, hervorstehende Spitze der Steilwand, befand sich einst mitten im Tempel der Anlage. Als in diesem Tempel der vierköpfige Gott Svantevit verehrt wurde, befand sich die Abrisskante am Kap Arkona ca. 200 Meter weiter draußen in der Ostsee.

Auf diesem herbstlichen Foto vom Kap Arkona herrscht Niedrigwasserstand. Nicht die Gezeiten sorgen für sichtbare veränderungen des Wasserstandes der Ostsee, sondern der Wind. Ablandiger Wind sorgt für niedrigere, auflandiger Wind für höhere Wasserstände. In der ersten Herbststurmnacht 20013, dem 28.November zum 29.November, der Sturm fegte von Südwest kommend über Deutschland hinweg, sank der Wasserstand der Ostsee um rund einen Meter. Was zu Beeinträchtigungen im Schiffsverkehr führte. Viele Schiffsfahrrinnen wurden vorübergehend gesperrt. An den nördlichen Ostseeküsten sorgte dieser Sturm zu Hochwasseständen.

Auf der Landzunge ganz hinten im Bild, befindet sich das historische Fischerdof Vit. Ein ganz geschützt und versteckt gelegenes kleines Dorf. Es heißt dass Vit, erst mehrere Wochen nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, zufällig von den russischen Truppen entdeckt wurde. Heute entdecken jährlich annähernd eine Million Touristen diesen schönen sehenswerten Ort.

Kap Arkona im Herbst.